"Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist
alles nichts."
Arthur
Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher
Philosoph
Alle Menschen wünschen
sich glücklich und zufrieden zu sein. Aber wenn man krank ist, wird man sich nicht mehr am Leben erfreuen,
wird man überhaupt nicht mehr glücklich
sein. Was nutzt alles Geld der Welt, Eigentum, Erfolg im Beruf,
angesehene Positionen usw., wenn man wegen einer Krankheit die Lebensqualität
einbüßt?
Irgendwann, früher oder
später, wird sich jeder von uns die Frage stellen: Wie kann ich gesund bleiben?
Wie kann man Krankheitsursachen vermeiden oder beseitigen? Was kann ich im Falle
einer Krankheit, neben der ärztlichen Behandlung auch selbst für meine
Gesundheit tun? Und: Was muss oder kann ein Mensch tun, um gesund und in einem
guten Geisteszustand zu bleiben bis ins hohe Alter hinein?
In praktisch allen
Kulturen dieser Erde lehrt man, dass der Mensch aus Leib, Geist und Seele
bestehe, genauer gesagt, dass der Mensch eine Geist-Leib-Seele-Einheit ist. Damit erübrigen sich die
falschen Fragestellungen von selbst, ob der Körper den Geist oder der Geist den
Körper forme. In einer Einheit kann nicht ein Teil die Auswirkung des anderen
sein, sonst ist sie keine Einheit! Aber schon im Jahre 867 wurde auf dem 8.
ökumenischen Konzil in Konstantinopel dekretiert, dass der Mensch nur als
Zweiheit von Leib und Seele zu denken sei. Leider blieb diese Abschaffung des Geistes nicht nur auf die katholische
Kirche beschränkt, sondern wurde von der Wissenschaft übernommen und hat bis
auf den heutigen Tag schwerwiegende Auswirkungen gehabt. In der
materialistischen Naturwissenschaft, die unter dem Einfluss der Physik und
Chemie steht, geht die Tendenz sogar dahin, auch noch die Seele abzuschaffen.
Auch die Medizinwissenschaft behandelt mehr und mehr den Menschen wie ein nur
den Gesetzen der Physik und Chemie unterliegendem Wesen. Dadurch entstand auch die Auffassung:
"Was nicht physikalisch erklärbar und fassbar ist, was nicht mit Apparaten
zu messen und zu wägen ist, ist wissenschaftlich nicht erwiesen." Aber
seelische Vorgänge sind eben mit
wissenschaftlichen Methoden einfach nicht erfassbar. Der Mensch wird besonders
in der letzten Zeit immer mehr als eine
Maschine behandelt - eine Maschine, die mit der Zeit "Gebrauchsspuren"
bekommt und nicht mehr optimal funktioniert. Dann werden die defekten Teile einfach repariert oder gar ersetzt. Der
Mensch ist aber keine Maschine und so eine Lösung wird im richtigen Leben niemals
gut funktionieren können!
Wie der bekannte
Arzt Dr. Max O. Bruker schon immer betonte: "Alles was ein Mensch erlebt,
wird sich auch an ihm auswirken. Da der Mensch eine Leib-Geist-Seele-Einheit
ist, werden sich alle seiner Erlebnisse auch an dieser Ganzheit äußern
müssen." Deswegen kann echte, dauerhafte Gesundheit nur ganzheitlich sein.
Nur wenn man in allen Lebensbereichen eines Menschen die Ursachen einer Krankheit sucht, wird man sie auch
ausschalten können. Eine Krankheit hat nie eine einzelne Ursache; es sind
praktisch immer mehrere Faktoren die dazu beitragen, dass der Organismus
erkrankt. Die Ursachen einer Krankheit liegen immer außerhalb des Menschen, in
dessen Lebensumständen: In mechanischen Einwirkungen, Stress, Problemen in der
Kindheit und Erziehung, milieubedingten Umständen, Weltanschauung, seelischer
Belastung, Ernährungsfehler, Umwelteinwirkungen (Gifte), mangelndem Schlaf usw..
Die Folge davon sind erkrankte Organe und diese sind dann nur die Quelle der
Beschwerden. Anders gesagt, die Krankheit des Organs ist die Ursache der
Beschwerden, aber kann nicht als Ursache der Krankheit bezeichnet werden! Die
Krankheitssymptome sind die Äußerungen der Krankheit. Die Krankheit kommt in
den Beschwerden des Kranken zum Ausdruck.
"Achtzig Prozent aller Krankheiten
sind vermeidbare, ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten. Gesundheit
ist ein Informationsproblem!"
Dr.
Max Otto Bruker (1909-2001), deutscher Arzt
Wie sieht das aber
eigentlich heute in Wirklichkeit aus? Dr. Bruker erklärt dies am besten und
ganz genau: "Der Mensch hat Beschwerden. Er geht zum Arzt und der stellt
eine Diagnose. Der Kranke nimmt an, dass nun die Ursache der Krankheit gefunden
sei, während er in Wirklichkeit nur erfahren hat, von welchem Organ seine
Beschwerden herrühren. So kommt es, dass dem Kranken die Ursachen der Krankheit
verborgen bleiben, was wiederum dazu führt, dass die Behandlung nur mit
symptomatischen Linderungsmitteln erfolgt und die Ursachen nicht beseitigt
werden. Eine Heilbehandlung findet dann nicht statt."
Bei jeder Krankheit ist nicht nur
ein Organ erkrankt, sondern der ganze Mensch ist krank. Und nur wenn alle
Lebensumstände des kranken Menschen berücksichtigt werden, kann ein Mensch
wieder seine wahre Gesundheit erlangen - weil eben alle Teile: Leib, Geist
und Seele immer eine Einheit bilden. Und weil, wie Aristoteles schon wusste: "Das Ganze ist mehr als die Summe
seiner Teile.“
Ein anderer großer
Arzt, Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867-1939) hat
schon im Jahre 1897 in der Schweiz eine ganzheitliche naturheilkundliche Klinik
gegründet, basierend auf dem Leitgedanken: "Wir brauchen heute ein
Ärztetum, welches Körper, Seele und Geist, den ganzen Menschen und nicht nur
das Krankhafte in ihm ernst nimmt; eines, das zu verwirklichen sucht, was der
Schöpfer mit dem Menschen gemeint hat; eines, das den intelligenten, kranken
Menschen zum Mitarbeit an einer Therapie heranzieht, die das gesamte Rüstzeug
moderner Medizin einsetzt zur Unterstützung des „inneren Arztes“ - der
autonomen Heilkräfte und Heilsysteme - und in jedem Falle die heilende
Einflüsse der Ernährungstherapie und Lebensordnung zur Basis eines
Gesamtheitsplans macht, welcher in dem Erkrankten über die Beseitigung der
momentanen Beschwerden hinaus eine neue, zähere, freudigere und schöpferische
Gesundheit von Körper, Geist und Seele erstehen lässt."
Auch Dr. Johann GeorgSchnitzer (1930-2023) bringt die jetzige Situation ganz genau auf den Punkt: "Warum
leiden Sie, warum leiden so viele Menschen an chronischen Krankheiten, ohne
geheilt zu werden? ... und das trotz eines hoch entwickelten
"Gesundheitswesens", das beträchtliche Teile Ihres Einkommens und des
Bruttosozialprodukts verschlingt? Weil
dieses "Gesundheitswesen" sich nicht wirklich um Ihre Gesundheit
sorgt. Es kümmert sich vielmehr um Ihre
Krankheiten. Deren Dauerbehandlung anstelle von Verhütung und wirklicher
Heilung ist die wirtschaftliche Existenzgrundlage der "modernen
Medizin". Die einzige Person, die an Ihrer Gesundheit interessiert sein
könnte, und für die Ihre Gesundheit Existenzgrundlage ist, diese Person sind
Sie selbst. Ihre Gesundheit ist außerdem das einzig wahre Mittel zu Ihrem
Schutz vor Krankheiten und zu Ihrer Wiedergesundung von Krankheiten."
Heute gibt es immer
mehr Ärzte und Therapeuten, die versuchen den Menschen die Krankheiten als wichtige
Botschaften des Lebens zu erklären: Die Krankheiten sind Signale und Symbole,
die eigentlich nur der Lebensoptimierung dienen. Sie fordern dazu auf, sich
bewusster um sich selbst und seine tatsächlichen Bedürfnisse zu kümmern. Und
die Lösung für diese Lebensoptimierung befindet sich immer nur in einem selbst.
Der bekannte deutsche Psychologe Robert Betz schrieb: "Die klassische Medizin und das „Gesundheitswesen“, dass besser „Krankheitswesen“ getauft werden müsste, haben die Dinge so kompliziert gemacht, dass es der Normalmensch nicht mehr wagt, auf diesem Gebiet Eigenkompetenz und Selbstbewusstsein zu entwickeln. In dieser Krankheitsindustrie gibt es mittlerweile mehr als zehn Millionen Arbeitsplätze: Der Kranke und die Krankheit sind also heute notwendig, um diesen Wirtschaftszweig zu erhalten. Und wir brauchen immer mehr Kranke, damit auf diesem Gebiet das „Wachstum“ anhält. Das klingt pervers und ist es auch. Diesen üblen Zustand haben wir alle gemeinsam erschaffen und wir alle erhalten ihn aufrecht, weil wir in Geist und Alltagspraxis mitmachen. Wenn der Normalmensch Kopfschmerzen hat, nimmt er Aspirin oder ähnliches, damit sie weggehen. An der Behandlung der Ursachen seiner Schmerzen, die mit einer Veränderung von Geisteseinstellung und Verhalten verbunden wäre, hat der Normalmensch noch wenig bis kein Interesse."
Jeder Mensch kann aber heutzutage sehr leicht und
mit einfachen Mitteln auch selbst etwas für seine Gesundheit tun, wie zum
Beispiel seine Ernährung auf eine gesunde Nahrung mit einem hohen Rohkostanteil
umzustellen; die Gifte in seinem täglichen Leben zu reduzieren oder sogar
auszuschalten; ungesunde oder sogar destruktive Verhalten aufgeben usw.. Der
erste Schritt besteht immer aus zwei ganz einfachen Teilen: Erstens, sich immer
gut, gründlich, und aus mehreren
unabhängigen Quellen zu informieren und Zweitens, die Verantwortung für seine
Gesundheit selbst wieder in die eigene Hand zu nehmen.
Schärfen
Sie Ihre Wachsamkeit! Denken Sie selber! Lassen Sie sich nicht von den Medien manipulieren! Prüfen Sie
Nachrichten kritisch und fragen Sie sich, was man Ihnen dabei verschweigt, was
man Sie damit glauben machen will und warum. Prüfen Sie Informationen so weit
wie möglich selber nach. Wenn Sie eine Sache für richtig erkannt haben, ziehen
Sie die praktischen Konsequenzen daraus für sich selber, gehen mit gutem Beispiel voran und überzeugen so auch
alle anderen. 'Verba docent, exempla trahunt', sagt der Lateiner (Worte
lehren, Beispiele ziehen). Dann wird sich vor jedem von uns ein völlig neuer
Weg eröffnen.
Was ist eigentlich Gesundheit? Gesundheit ist der positive
Normalzustand. Und Gesundheit kostet in
Wirklichkeit nichts: Sie ist ein Geschenk Gottes. Sie ist selbstverständlich,
solange man sie hat.
Der Mensch hat
sich in jahrmillionen langer Evolution perfekt an seine natürliche Umwelt
angepasst. Sein genetisches Programm entspricht dieser auch heute noch. Der
Mensch ist eines der anpassungsfähigsten Lebewesen; kein anderes kann unter so
unterschiedlichen Klimabedingungen leben. Aber seine Umwelt hat sich in
jüngster Zeit viel zu schnell verändert, als dass seine Gene die Chance
zur Anpassung gehabt hätten. Vor allem
fehlt ihm ein Teil jener natürlichen, lebendigen Basis-Lebensmittel, auf deren
Verfügbarkeit sein Stoffwechsel und das Funktionieren seines Organismus
angewiesen ist. Stattdessen ernährt er sich von denaturierten, extrahierten,
oxidierten, toten und zudem teils artfremden Nahrungsmitteln die ihn krank machen. Die Nahrung ist der größte Umwelteinfluss überhaupt, weil
auf keinem anderen Wege auch nur vergleichbare Mengen an Wirkstoffen in den
Organismus gelangen. Sind es die
richtigen, bleibt dieser gesund und abwehrfähig. Sind es die falschen, wird er
chronisch krank und infektionsanfällig und sein Nachwuchs degeneriert.
Was sind chronische
Krankheiten? Chronische Krankheiten sind in den meisten Fällen der - für längere
Zeit erfolgreiche Versuch des Organismus -
trotz Verlustes von Gesundheitsgrundlagen und deren Ersatz durch Ungeeignetes,
das Leben als solches zu erhalten. Sie sind das - wenn auch unkomfortable -
Rettungsboot, das in der Hoffnung bestiegen wird so lange durchzuhalten, bis
irgendwann, hoffentlich noch rechtzeitig, wieder die vollen Grundlagen der
Gesundheit verfügbar sein werden. Es sind angepasste Veränderungen des
Stoffwechsels an ungeeignete Rohstoffe, die so lange bestehen müssen, bis
wieder die "richtigen Stoffe zum Wechseln" verfügbar sind. Es ist
eine "innere Selbstversorgung" der Organe mit lebenswichtigen
Stoffen, welche in der "üppigen Mangelkost" des heutigen Menschen
fehlen - immer in der Hoffnung, dass das entstandene Defizit wieder aufgefüllt
wird. Aber dazu kommt es nie. So entsteht die
"Mesotrophie", ein halbwertiges Dasein im Zustand chronischer
Krankheiten. (Prof. Dr. med. W. Kollath)
Bei einer Ernährungsumstellung stellen sich die
Erfolge ziemlich rasch ein, wie viele alternativ Mediziner schon seit sehr
vielen Jahren in vielen klinischen
Studien erfolgreich festgestellt, gezeigt und niedergelegt haben.
Niemand
braucht das zu "glauben" - weil es jedermann an sich selbst
nachprüfen kann. "Schon innerhalb
weniger Tage, oft schon am nächsten Tag zeigen sich erste positive Auswirkungen
dieser Wiederherstellung der wichtigsten natürlichen
Gesundheitsgrundlagen."" (Dr. Schnitzer)
Und jeder kann
etwas tun und ist selbstverantwortlich für seine Gesundheit.
Zum Schluss die noch
motivierenden Worte von Robert Betz: "Der Mensch wird als Original
geboren, aber er stirbt als Kopie. Das Normalleben, das Leben der Masse, ist
das Leben der Kopien, der Angepassten, der Lemminge, der Jasager, der
Ängstlichen, der verletzten kleinen Kinder im Körper eines Erwachsenen. Dieses
kopierte Leben ist eines Menschen nicht würdig. Aber wer sich seines
wahren Wertes, seiner Göttlichkeit,
seiner Heiligkeit, seiner Schönheit, seines Schatzes nicht bewusst ist, der
kennt auch seine Würde nicht und geht mit sich, mit seinem Leben und seinem
Nächsten würdelos um, ohne jede Achtung und Liebe und Verehrung. Überlege dir
gut, welches Leben du leben willst! Mach dir Gedanken darüber. Schau dich um,
wie andere ihr Leben leben. Übernimm nichts einfach blind, sondern triff deine
Entscheidungen für dein Leben. Denn es ist kurz, auch wenn du achtzig werden
solltest. Darum überleg dir gut, was du aus deinem Leben machen möchtest."
Literaturverzeichnis:
Dr. Maximilian O.
Bircher-Benner - "Ordnungsgesetze des Lebens", Bad Homburg
(vormals Zürich) 1992
Dr. Max O. Bruker -
"Unsere Nahrung, unser Schicksal" und "Lebensbedingte
Krankheiten", EMU Verlag
Dr. Johann Georg
Schnitzer - "Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost", Schnitzer
Verlag
Robert Betz - "
Raus aus den alten Schuhen", Integral 2012
Prof. Werner Kollath -
"Die Ordnung unserer Nahrung", EMU Verlag